In­ter­es­sens-
kon­flik­te

Con­flict of In­te­rest Po­li­cy der
UniCredit Alternatives Invest GmbH (UCIA)

Die UniCredit Alternatives Invest GmbH (nach­fol­gend „UCIA“ ge­nannt) er­bringt Dienst­leis­tun­gen für private Kun­den und für Un­ter­neh­men sowie für Fi­nanz­in­sti­tu­te. Die Auf­ga­be der UCIA be­steht dar­in, die In­ter­es­sen al­ler Kun­den zu be­rück­sich­ti­gen und Kon­flik­te nach Mög­lich­keit zu ver­mei­den.
 
In Über­ein­stim­mung mit den Vor­ga­ben des Wert­pa­pier­han­dels­ge­set­zes („WpHG“), der De­le­gier­ten Ver­ord­nung (EU) 2017/565 der Kom­mis­si­on vom 25. April 2016 (DVO 2017/565), der Wert­pa­pier­dienst­leis­tungs- Ver­hal­tens- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­ver­ord­nung („WpDVer0V“), den Vor­ga­ben des Ka­pi­tal­an­la­ge­setz­bu­ches („KAGB“, der De­le­gier­ten Ver­ord­nung (EU) 231/2013, der Ver­ord­nung zur Kon­kre­ti­sie­rung der Ver­hal­tens­re­geln und Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­geln nach dem Ka­pi­tal­an­la­ge­ge­setz­buch („KA­Ver­OV) er­läu­tert die vor­lie­gen­de Po­li­cy die ge­trof­fe­nen Maß­nah­men der UCIA zur Iden­ti­fi­ka­ti­on und Hand­ha­bung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten. Ein­zel­hei­ten hier­zu wer­den Ih­nen auf Nach­fra­ge mit­ge­teilt.

Wann liegt ein In­ter­es­sen­kon­flikt vor?

In­ter­es­sen­kon­flik­te im Sin­ne die­ser Po­li­cy kön­nen ent­ste­hen zwi­schen den In­ter­es­sen der Kun­den auf der ei­nen Sei­te und den In­ter­es­sen

  • der UCIA,
  • an­de­rer Un­ter­neh­men der UniCredit Grup­pe,
  • der Mit­glie­der der Ge­schäfts­lei­tung der UCIA,
  • der Mit­arbeiter der UCIA und der UniCredit Grup­pe und de­ren Mit­arbeiter,
  • an­de­rer Per­so­nen und Par­tei­en, die mit der UCIA ver­bun­den sind,

auf der an­de­ren Sei­te.

Des Wei­te­ren kön­nen Kon­flik­te ent­ste­hen

  • zwi­schen UCIA (oder ei­nem ver­bun­de­nen Un­ter­neh­men) und dem von ihr ver­wal­te­ten In­vest­ment­ver­mö­gen oder den An­le­gern die­ses In­vest­ment­ver­mö­gens,
  • zwi­schen ei­nem Mit­arbeiter von UCIA und dem von ihr ver­wal­te­ten In­vest­ment­ver­mö­gen oder den An­le­gern die­ses In­vest­ment­ver­mö­gens,
  • zwi­schen In­vest­ment­ver­mö­gen oder den An­le­gern die­ses In­vest­ment­ver­mö­gens und ei­nem an­de­ren In­vest­ment­ver­mö­gen oder den An­le­gern je­nes In­vest­ment­ver­mö­gens,
  • zwi­schen In­vest­ment­ver­mö­gen oder den An­le­gern die­ses In­vest­ment­ver­mö­gens und ei­nem an­de­ren Kun­den der UCIA.
  • Des Wei­te­ren kön­nen Kon­flik­te zwi­schen ab­wei­chen­den In­ter­es­sen­la­gen zwei­er oder meh­re­rer unserer Kun­den ent­ste­hen im Zu­sam­men­hang mit Dienst­leis­tun­gen, wel­che die UCIA für die­se Kun­den er­bringt.

In­ter­es­sen­kon­flik­te kön­nen ins­be­son­de­re ent­ste­hen

  • in der An­la­ge­be­ra­tung und in der Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung und der Ver­wal­tung von In­vest­ment­ver­mö­gen aus dem ei­ge­nen In­ter­es­se der UCIA am Ab­satz von Fi­nanz­in­stru­men­ten, ins­be­son­de­re kon­zern­ei­ge­ner Pro­duk­te;
  • bei der Aus­füh­rung von wei­sungs­frei­en Wert­pa­pier­auf­trä­gen (und Fi­nanz­in­stru­men­te) durch die UCIA;
  • bei Er­halt oder Ge­wäh­rung von Zu­wen­dun­gen (bei­spiels­wei­se Ver­kaufs-/ Be­stands­pro­vi­sio­nen) von Drit­ten oder an Drit­te im Zu­sam­men­hang mit für unsere Kun­den er­brach­ten Wert­pa­pier­dienst­leis­tun­gen und Wert­pa­pier-Ne­ben­dienst­leis­tun­gen im Sin­ne von § 20 Abs. 3 KAGB sowie bei der Ver­wal­tung von In­vest­ment­ver­mö­gen;
  • durch er­folgs­be­zo­ge­ne Ver­gü­tung von Mit­ar­bei­tern und Ver­mitt­lern;
  • aus Ge­schäfts­be­zie­hun­gen der UniCredit Grup­pe mit Emit­ten­ten von Fi­nanz­in­stru­men­ten, etwa bei Be­stehen ei­ner Kre­dit­be­zie­hung, bei Be­ra­tungs­leis­tun­gen zur Fi­nan­zie­rungs­stra­te­gie, bei der Mit­wir­kung an Emis­sio­nen, oder bei Ko­ope­ra­tio­nen;
  • bei der Er­stel­lung von An­la­ge­emp­feh­lun­gen zu Fi­nanz­in­stru­men­ten, wel­che Kun­den zum Er­werb an­ge­bo­ten wer­den, sowie bei der Er­stel­lung von An­la­ge­stra­te­gie­emp­feh­lun­gen (nach­fol­gend all­ge­mein An­la­ge­emp­feh­lun­gen);
  • durch Er­lan­gung und Nut­zung von Informationen, die nicht öf­fent­lich be­kannt sind;
  • bei Mit­ar­bei­ter­ge­schäf­ten in Fi­nanz­in­stru­men­ten;
  • aus per­sön­li­chen Be­zie­hun­gen der Mit­arbeiter oder der Mit­glie­der der Ge­schäfts­füh­rung der UCIA, oder mit die­sen ver­bun­de­nen Per­so­nen;
  • bei der Mit­wir­kung vor­ge­nann­ter Per­so­nen in Auf­sichts- oder Bei­rä­ten.

Ge­ne­rel­le
Vor­keh­run­gen

Um zu ver­mei­den, dass di­ver­gie­ren­de In­ter­es­sen zum Bei­spiel die Be­ra­tung, die Auf­trags­aus­füh­rung, die Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung, die Ver­wal­tung von In­vest­ment­ver­mö­gen, oder die Er­stel­lung von An­la­ge­emp­feh­lun­gen be­ein­flus­sen und sich da­durch ne­ga­tiv auf die In­ter­es­sen unserer Kun­den aus­wir­ken, hat die UCIA sich und ihre Mit­arbeiter auf hohe ethi­sche Stan­dards sowie auf die Ein­hal­tung der an­wend­ba­ren Ge­set­ze und Re­gu­la­ri­en ver­pflich­tet. Wir er­war­ten je­der­zeit In­te­gri­tät, Sorg­falt und Red­lich­keit, recht­mä­ßi­ges und pro­fes­sio­nel­les Handeln, die Be­ach­tung von Markt­stan­dards, und ins­be­son­de­re im­mer die Be­ach­tung des Kun­den­in­ter­es­ses. Die­ses geht stets den In­ter­es­sen der UCIA und ihrer Mit­arbeiter vor.

In un­se­rem Hau­se ist un­ter der di­rek­ten Verantwortung der Ge­schäfts­füh­rung eine un­ab­hän­gi­ge Com­pli­ance-Stel­le ein­ge­rich­tet. Die­ser Com­pli­ance-Stel­le ob­liegt un­ter an­de­rem die früh­zei­ti­ge Iden­ti­fi­ka­ti­on, die Ver­mei­dung und das Ma­nage­ment von In­ter­es­sen­kon­flik­ten sowie die Ver­mei­dung des Miss­brauchs von In­si­der-Informationen bzw. der Markt­ma­ni­pu­la­ti­on.

Bei der Iden­ti­fi­zie­rung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten wer­den wir un­ter an­de­rem be­rück­sich­ti­gen, in­wie­weit die UCIA, ihre Mit­arbeiter oder Drit­te, die di­rekt oder in­di­rekt durch Kon­trol­le mit der UCIA ver­bun­den sind, auf­grund der Er­brin­gung von Wert­pa­pier­dienst­leis­tun­gen, Wert­pa­pier­ne­ben­dienst­leis­tun­gen, der Ver­wal­tung von In­vest­ment­ver­mö­gen oder an­de­rer, po­ten­zi­ell kon­flikt­träch­ti­ger Dienst­leis­tun­gen

  • zu Las­ten von Kun­den ei­nen fi­nan­zi­el­len Vor­teil erzielen oder Ver­lust ver­mei­den konn­ten,
  • am Er­geb­nis ei­ner für Kun­den er­brach­ten Dienst­leis­tung oder ei­nes für die­se ge­tä­tig­ten Ge­schäfts ein In­ter­es­se ha­ben, das nicht mit dem Kun­den­in­ter­es­se an die­sem Er­geb­nis im Ein­klang steht,
  • ei­nen fi­nan­zi­el­len oder sons­ti­gen An­reiz ha­ben, die In­ter­es­sen ei­nes Kun­den oder ei­ner Kun­den­grup­pe über die In­ter­es­sen an­de­rer Kun­den zu stel­len,
  • dem glei­chen Ge­schäft nach­ge­hen wie die Kun­den,
  • zu Guns­ten der UCIA im Zu­sam­men­hang mit der für ei­nen Kun­den er­brach­ten Dienst­leis­tung über die hier­für üb­li­che Pro­vi­si­on oder Ge­bühr hin­aus von ei­nem Drit­ten eine Zu­wen­dung er­hal­ten oder in Zu­kunft er­hal­ten konn­ten, sei es in Form von Pro­vi­sio­nen, Ge­büh­ren, oder sons­ti­gen Geld­leis­tun­gen bzw. geld­wer­ten Vor­tei­len.

Zur früh­zei­ti­gen Er­ken­nung und Ver­mei­dung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten er­greift die UCIA un­ter an­de­rem folgen­de Maß­nah­men:

  • Schaf­fung or­ga­ni­sa­to­ri­scher Ver­fah­ren zur Wah­rung des Kun­den­in­ter­es­ses in der Ver­wal­tung von In­vest­ment­ver­mö­gen, An­la­ge­be­ra­tung, und Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung;
  • Re­ge­lun­gen für die An­nah­me und Ge­wäh­rung von Zu­wen­dun­gen sowie de­ren Offenlegung und, so­fern eine An­nah­me die­ser Zu­wen­dun­gen durch die UCIA nicht zu­läs­sig ist, für de­ren Aus­keh­rung an den Kun­den;
  • Schaf­fung von Ver­trau­lich­keits­be­rei­chen durch Er­rich­tung von In­for­ma­ti­ons­bar­rie­ren, die Tren­nung von Ver­ant­wort­lich­kei­ten und/oder räum­li­che Tren­nung („Chi­ne­se Walls“);
  • Füh­ren ei­ner In­si­der­lis­te und ei­ner Be­ob­ach­tungs­lis­te („Watch List“), die der Über­wa­chung des sen­si­blen In­for­ma­ti­ons­auf­kom­mens sowie der Ver­hin­de­rung des Miss­brauchs von In­si­der­infor­ma­tio­nen und sons­ti­ger Com­pli­ance-re­le­van­ter Informationen die­nen;
  • Füh­ren ei­ner Sperr­lis­te („Rest­ric­ted List“) von Emit­ten­ten und sich auf die­se be­zie­hen­den Wert­pa­pie­re, wel­che dazu dient, mög­li­che In­ter­es­sen­kon­flik­te der UniCredit Grup­pe durch Be­schrän­kun­gen hin­sicht­lich ihrer Ver­triebs-, Han­dels-, Re­se­arch- und sons­ti­ger markt­ba­sier­ter Aktivitäten zu ver­mei­den; Die UCIA führt ein Re­gis­ter zur Er­fas­sung nicht mit dem Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis ver­bun­de­ner Ne­ben­tä­tig­kei­ten und Ge­schäfts­in­ter­es­sen ihrer Mit­arbeiter.
  • Im Rah­men der Über­nah­me und Wahr­neh­mung von Man­da­ten bei Ge­sell­schaf­ten au­ßer­halb der UniCredit Grup­pe (z. B. ei­nem Auf­sichts­rats­sitz) durch ihr Ma­nage­ment oder ihre Mit­arbeiter hat die UCIA Re­ge­lun­gen auf­ge­stellt und ei­nen in­ter­nen Ge­neh­mi­gungs­pro­zess eta­bliert, um In­ter­es­sen­kon­flik­te zu ver­mei­den.
  • Für Be­tei­li­gun­gen der UCIA an Un­ter­neh­men be­stehen be­son­de­re Re­ge­lun­gen, um In­ter­es­sen­kon­flik­te in­ner­halb der UCIA zu ver­mei­den.
  • Die UCIA führt re­gel­mä­ßi­ge Kon­troll­hand­lun­gen durch die Com­pli­ance-Stel­le (z. B. lau­fen­de Über­wa­chung von Ei­gen- und Mit­ar­bei­ter­ge­schäf­ten) durch;
  • Die UCIA führt des Wei­te­ren ri­si­ko­ori­en­tier­te Re­view- und Kon­troll­hand­lun­gen durch die Com­pli­ance-Stel­le mit Fo­cus auf die Um­set­zung und Ein­hal­tung re­gu­la­to­ri­scher An­for­de­run­gen durch;
  • Die UCIA un­ter­hält Po­li­ci­es und Pro­zes­se be­züg­lich An­la­ge­emp­feh­lun­gen, die dar­auf aus­ge­rich­tet sind, Kon­flik­te mit Kun­den zu ver­mei­den oder zu ma­na­gen, de­nen An­la­ge­emp­feh­lun­gen un­ter­brei­tet wer­den; die Offenlegung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten er­folgt da­bei ent­we­der di­rekt im An­hang der je­wei­li­gen An­la­ge­emp­feh­lung, oder kann über ei­nen in der An­la­ge­emp­feh­lung ent­hal­te­nen Link auf­ge­ru­fen wer­den;
  • Die UCIA hat spe­zi­el­le Pro­zes­se zur Prü­fung und Ge­neh­mi­gung von Neu­pro­duk­ten;
  • Die UCIA führt re­gel­mä­ßi­ge Schu­lun­gen ihrer Mit­arbeiter durch;
  • Die UCIA er­stellt in­ter­ne Ar­beits­an­wei­sun­gen, Com­pli­ance-Leit­li­ni­en und Po­li­ci­es (z. B. Richt­li­nie zu Ein­la­dun­gen und Ge­schen­ken, Leit­sat­ze für Wert­pa­pier- und Im­mo­bi­li­en­ge­schäf­te von Mit­ar­bei­tern);
  • Die UCIA be­schrankt den in­ter­nen In­for­ma­ti­ons­fluss ge­mäß dem „Need-to-Know-Prin­zip“, u. a. durch Be­schrän­kung von Sys­tem­zu­griffs­rech­ten;
  • Die UCIA hält ein Hin­weis­ge­ber­sys­tem vor, wel­ches den Mit­ar­bei­tern der UCIA - auch an­onym - die Mög­lich­keit bie­tet, die­se u. a. auf be­trü­ge­ri­sches Ver­hal­ten und wirt­schafts­kri­mi­nel­le Hand­lun­gen hin­zu­wei­sen;
  • Die UCIA hat ei­nen Es­ka­la­ti­ons­pro­zes­ses für er­kann­te In­ter­es­sen­kon­flik­te de­fi­niert, falls zwi­schen den in­vol­vier­ten Par­tei­en der UCIA kei­ne Ei­nig­keit er­zielt wer­den kann, sowie für po­ten­zi­el­le Re­pu­ta­ti­ons­ri­si­ken, er­for­der­li­chen­falls bis auf die Ge­schäfts­lei­tungs­ebe­ne;
  • Die UCIA trifft or­ga­ni­sa­to­ri­sche und ad­mi­nis­tra­ti­ve Vor­keh­run­gen, wel­che zu­meist ge­währ­leis­ten, dass das Ri­si­ko der Be­ein­träch­ti­gung von Kun­den­in­ter­es­sen ge­ma­nagt und ver­mie­den wird. Wo die Maß­nah­men zur Ver­mei­dung und zum Ma­nage­ment von Kon­flik­ten nicht aus­rei­chen, um nach ver­nünf­ti­gem Er­mes­sen zu ge­währ­leis­ten, dass das Ri­si­ko der Be­ein­träch­ti­gung von Kun­den­in­ter­es­sen ver­mie­den wird, wird die UCIA von dem Ge­schäft Ab­stand neh­men, wel­ches den Kon­flikt ver­ur­sacht. Nur in be­grenz­ten Aus­nah­me­fal­len wird die UCIA dem Kun­den die all­ge­mei­ne Art und Ur­sa­che des In­ter­es­sen­kon­flikts of­fen­le­gen, sowie auch die dar­aus re­sul­tie­ren­den Risiken und die Schrit­te, die un­ter­nom­men wur­den, um die­se Risiken zu min­dern, be­vor sie Ge­schäf­te für die­sen Kun­den tä­tigt, da­mit er sei­ne Ent­schei­dung be­züg­lich In­an­spruch­nah­me der an­ge­bo­te­nen Dienst­leis­tung auf in­for­mier­ter Grund­la­ge tref­fen kann. Eine Offenlegung wird nur dann er­fol­gen, wenn kei­ne an­de­re Mög­lich­keit zur Lö­sung der In­ter­es­sen­kon­flik­te be­steht. Die­se Un­ter­rich­tung er­folgt, so­fern eine Kun­den­klas­si­fi­zie­rung ge­mäß WpHG be­steht, un­ter Be­rück­sich­ti­gung sei­ner Ein­stu­fung als Pri­vat­kun­de, pro­fes­sio­nel­ler Kun­de oder ge­eig­ne­te Ge­gen­par­tei. Of­fen­ge­legt wird in aus­sa­ge­kräf­ti­ger, aber an­ony­mi­sier­ter Form, da das Ge­schäfts­ge­heim­nis und, so­weit an­wend­bar, der ge­setz­li­che Da­ten­schutz ge­gen­über an­de­ren Kun­den ge­wahrt blei­ben müs­sen.
  • Ka­pi­tel 3 ent­hält de­tail­lier­te­re Informationen zu im Zu­sam­men­hang mit In­ter­es­sen­kon­flik­ten re­le­van­ten The­men, wel­che be­son­de­res Au­gen­merk er­for­dern.

Spe­zi­fi­sche
Informationen

Zu­wen­dun­gen

Zu­wen­dun­gen im Sin­ne die­ser Po­li­cy sind Pro­vi­sio­nen, Ge­büh­ren oder sons­ti­ge Geld­leis­tun­gen, alle nicht-mo­ne­tä­ren Vor­tei­le und die Be­reit­stel­lung von Ana­ly­sen.

Er­hält die UCIA im Zu­sam­men­hang mit für Kun­den er­brach­ten Dienst­leis­tun­gen ein­ma­lig oder fort­lau­fend mo­ne­tä­re Zu­wen­dun­gen, un­ter­rich­tet sie die be­trof­fe­nen Kun­den vor je­dem Ge­schäfts­ab­schluss und min­des­tens ein­mal jähr­lich indivi­duell über die tat­säch­li­che Höhe der an­ge­nom­me­nen oder ge­währ­ten Zu­wen­dun­gen.

Die UCIA legt so­wohl mo­ne­tä­re Zu­wen­dun­gen (z. B. Ver­mitt­lungs- und Ver­triebs­fol­ge­pro­vi­sio­nen) als auch nicht-mo­ne­tä­re Zu­wen­dun­gen (z. B. Ein­la­dun­gen zu Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen) dem Kun­den ge­gen­über of­fen. Nicht-mo­ne­tä­re Vor­tei­le, die die UCIA im Zu­sam­men­hang mit für den Kun­den er­brach­ten Dienst­leis­tun­gen an­nimmt oder ge­währt, wer­den an­ge­ge­ben und se­pa­rat of­fen­ge­legt. Un­ter nicht mo­ne­tä­ren Zu­wen­dun­gen wer­den u.a. Pro­dukt­in­for­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en, Ana­ly­sen, Schu­lungs­ver­an­stal­tun­gen, Kun­den­ver­an­stal­tun­gen sowie Un­ter­stüt­zung tech­ni­scher Art ver­stan­den. Über nä­he­re Ein­zel­hei­ten im Hin­blick auf mo­ne­tä­re sowie nicht-mo­ne­tä­re Zu­wen­dun­gen in­for­miert die UCIA ihre Kun­den auf Nach­fra­ge.

Bei der Ver­mitt­lung von Fi­nanz­in­stru­men­ten kann die UCIA ein­ma­li­ge oder fort­lau­fen­de Zah­lun­gen von Drit­ten, z. B. an­de­rer Ka­pi­tal­ver­wal­tungs­ge­sell­schaf­ten, er­hal­ten. Über die kon­kre­ten Zah­lun­gen wer­den die Kun­den recht­zei­tig vor Ab­schluss des je­wei­li­gen Ge­schäfts in­for­miert.

Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung

Mit ei­nem Ver­trag zur Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung über­trägt der Kun­de die Ver­wal­tung von Wert­pa­pie­ren, Kon­ten und Roh­stof­fen - ein­schließ­lich der Ent­schei­dung über den Kauf und Ver­kauf von Fi­nanz­in­stru­men­ten, Roh­stof­fen und De­vi­sen - auf die UCIA. Da­mit trifft die UCIA im Rah­men der An­la­ge­richt­li­ni­en und basierend auf ei­nem be­stimm­ten, mit dem Kun­den ver­ein­bar­ten In­ves­ti­ti­ons­pro­fil die Ent­schei­dun­gen über Käu­fe und Ver­käu­fe von Fi­nanz­in­stru­men­ten, Roh­stof­fen und De­vi­sen, ohne je­weils des­sen Zu­stim­mung für je­des ein­zel­ne Ge­schäft ein­zu­ho­len.

Die­se Kon­stel­la­ti­on kann ei­nen be­stehen­den In­ter­es­sen­kon­flikt ver­stär­ken oder zu ei­nem neu­en füh­ren. Den hier­aus re­sul­tie­ren­den Risiken be­geg­net die UCIA durch ge­eig­ne­te or­ga­ni­sa­to­ri­sche, pro­zes­sua­le und ver­trag­li­che Maß­nah­men. Es kann im In­ter­es­se der UCIA sein, im Rah­men der Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung Fi­nanz­in­stru­men­te zu er­wer­ben, wenn der UCIA aus die­sem Kauf be­son­de­re Vor­tei­le er­wach­sen.

Um die­sem Ri­si­ko ent­ge­gen­zu­wir­ken,

  • agiert die Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung der UCIA in ihren An­la­ge­ent­schei­dun­gen un­ab­hän­gig;
  • ist es der UCIA nicht ge­stat­tet, im Rah­men der Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung von Drit­ten Leis­tun­gen an­zu­neh­men und die­se ein­zu­be­hal­ten. In Aus­nah­me­fäl­len kön­nen nicht-mo­ne­tä­re Leis­tun­gen an­ge­nom­men wer­den, so­fern sie ge­ring­fü­gi­ger Art sind, die Qua­li­tät der Dienst­leis­tung ver­bes­sern kön­nen, ei­nen Um­fang und eine Aus­prä­gung auf­wei­sen, die den In­ter­es­sen des Kun­den nicht ent­ge­gen­ste­hen, und die­sem klar vor Er­brin­gung der Ver­wal­tung of­fen­ge­legt wer­den;
  • wird die UCIA im Rah­men der Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung sämt­li­che von Drit­ten er­hal­te­nen, mo­ne­tä­ren Leis­tun­gen an die Kun­den aus­keh­ren, so­bald dies nach Ein­gang der Gel­der bei der UCIA nach ver­nünf­ti­gem Er­mes­sen mög­lich ist; die UCIA in­for­miert ihre Kun­den über et­wa­ige Ho­no­ra­re, Pro­vi­sio­nen bzw. mo­ne­tä­re Leis­tun­gen, die die UCIA er­hal­ten hat; dies er­folgt bei­spiels­wei­se im Rah­men der den Kun­den re­gel­mä­ßig vor­ge­leg­ten Be­rich­te;
  • er­wirbt die UCIA im Rah­men der Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung nur dann von der UniCredit Group emit­tier­ten Fi­nanz­in­stru­men­te, wenn die­se im bes­ten In­ter­es­se des Kun­den sind (Dritt­ver­gleich).
  • Ein wei­te­rer im Rah­men der Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung ty­pi­scher In­ter­es­sen­kon­flikt kann sich bei der Ver­ein­ba­rung ei­ner per­for­man­ce­ab­hän­gi­gen Ver­gü­tung er­ge­ben. Hier ist nicht aus­zu­schlie­ßen, dass der für die Port­fo­lio­ver­wal­tung zu­stän­di­ge Mit­arbeiter der UCIA zur Er­zie­lung ei­ner mög­lichst ho­hen Per­for­mance und da­mit ei­ner er­höh­ten Ver­gü­tung un­ver­hält­nis­mä­ßi­ge Risiken ein­geht. Die­sem Um­stand wird wie folgt Rech­nung ge­tra­gen:
    • eine de­tail­lier­te Ri­si­ko- und Leis­tungs­kon­trol­le der Anlagestrategie/des Port­fo­lio­ver­wal­tungs­mo­dells.
  • Zur Er­zie­lung ho­her trans­ak­ti­ons­be­zo­ge­ner Pro­vi­sio­nen kann es im In­ter­es­se der UCIA sein, im Rah­men der Fi­nanz­port­fo­lio­ver­wal­tung ei­nen ho­hen Trans­ak­ti­ons­um­satz zu ge­ne­rie­ren oder Aus­füh­rungs­or­te zu wäh­len, an de­nen die höchs­ten Pro­vi­sio­nen er­zielt wer­den. Die­sem Ri­si­ko be­geg­nen wir durch die folgen­de Maß­nah­me:
    • Aus­füh­rungs­grund­sat­ze für Ge­schäf­te in Fi­nanz­in­stru­men­ten wur­den auf­ge­stellt und im­ple­men­tiert, um die best­mög­li­che Aus­füh­rung von Kun­den­auf­tra­gen zu er­rei­chen (Best Exe­cu­ti­on Po­li­cy).

Wei­ter­füh­ren­de Informationen

Für wei­ter­füh­ren­de Informationen wen­den Sie sich ger­ne an unsere Com­pli­ance-Ab­tei­lung: compliance@ucinvestalternatives.eu

Kon­takt

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